Arbeitsgruppe Sozialwissenschaften

Marine Sozial- und Kulturwissenschaften

Die Nutzung und daraus resultierend der anthropogene Druck auf Küsten und Meere nimmt stetig zu. Sei es in Bezug auf traditionelle Nutzung, wie Nahrungsproduktion, Schifffahrtswege oder Küstenbebauung oder in Bezug auf zuvor unbedeutendere Nutzungen, wie das Meer als Senke für Kohlendioxid, Temperatur und Müll, Tauchtourismus, Aquarienhandel oder Tiefseebergbau. Damit wird nicht nur das Meer für die Menschheit bedeutender, sondern der Mensch hat auch einen immer größeren Einfluss auf das Ökosystem Meer und seine langfristige, nachhaltige Entwicklung. Dies spiegelt sich auch in der Zunahme politischer Regulierungsversuche und Aushandlungsprozesse auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene wieder. Die vor kurzem veröffentlichte Kommunikation der EU ‚International Ocean Governance: An Agenda for the Future of our Oceans‘ verdeutlicht dieses erneut.

Insofern nimmt auch die Notwendigkeit stetig zu, diese auf das Meer und seine Ressourcen bezogenen Steuerungsmechanismen, gesellschaftlichen Organisationsformen und auf das Meer bezogene Zukunftsvorstellungen, die sie gestaltenden Rationalitäten und (nicht-)intendierten Folgen wissenschaftlich zu erheben und analytisch zu reflektieren. Dies drückt sich auch in der zunehmenden Einforderung entsprechender sozial- und kulturwissenschaftlicher Expertise aus - insbesondere von Seiten der Politikgestaltung, dem Wissenschaftsmanagement und Internationalen Nicht-Regierungsorganisationen.

Die folgenden drei Themenfelder stehen im Mittelpunkt unseres Interesses:


Ansprechpartner:

Prof. Dr. Achim Schlüter
Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT), Bremen