EMSO

Das EU-Projekt “European Multidisciplinary Seafloor Observatory Infrastructure”, kurz EMSO, hat das Ziel, einen Umsetzungsplan für den Aufbau von Meeresboden-Observatorien zu liefern.

Ziel ist es, juristische, technische, wirtschaftliche und organisatorische Fragen im Verbund mehrerer Forschungseinrichtungen gemeinsam zu klären. Denn auch am Meeresgrund treffen zahlreiche Interessen aufeinander: Fischer, Marine und Naturschützer sind nur einige Interessensgruppen, die ein Mitspracherecht beim Bau eines Observatoriums beanspruchen.

Unter wirtschaftlichen Aspekten gilt es zu klären, wie viel der Bau und Betrieb einer Meeresboden-Station kosten und wer sich an der Finanzierung beteiligen wird. Momentan werden allein die Baukosten auf 100 bis 200 Millionen Euro geschätzt. An EMSO dürfen sich deshalb nur Partner beteiligen, deren nationale Geldgeber ein grundsätzliches Interesse am Projekt signalisiert haben. Die EU steuert vorerst 4 Millionen Euro Fördergelder bei.

Im Rahmen des EMSO-Projekts wird für fünf ausgewählte Standorte ein Plan erarbeitet, auf dessen Grundlage neue Observatorien gebaut und bestehende Infrastrukturen ausgebaut werden können. Im Gegenzug sollen die beteiligten, europäischen Mitgliedsländer in einer Absichtserklärung festlegen, welchen konkreten Beitrag sie zum Aufbau der EMSO-Infrastruktur liefern wollen. Die Abstimmung zwischen den zukünftigen Betreibern der Meeresbeobachtungsstationen ist eine wichtige Voraussetzung für eine effiziente Nutzung dieser europäischen Forschungsinfrastruktur.

Aufbau eines Meeresbodenobservatoriums: