Forschungsprojekte - ESONET
ESONET Network of Excellence
Das Kürzel ESONET steht für European Seafloor Observatory Network. Ziel des von der Europäischen Union geförderten Projekts ist die Vernetzung von Forschungsinstituten und Unternehmen, die bereits auf dem Gebiet der Tiefseeforschung tätig sind, Expertise im Bereich von Langzeituntersuchungen vorweisen können und sich am Aufbau von Meeresbodenobservatorien beteiligen möchten. Zwischen 2007 und 2011 sollen folgende wissenschaftlich wichtigen Fragestellungen zu den Messstationen am Meeresgrund beantwortet werden:
Welche Messwerte sind von besonderem wissenschaftlichen Interesse, wo und wie erfasst man sie am besten? Welche Infrastruktur ist wo bereits vorhanden? Welche Technologien sind verfügbar? Diesen Fragen widmen sich insgesamt 50 Forschergruppen aus ganz Europa. Die EU unterstützt sie dabei mit 7 Millionen Euro Fördergeldern. Bisher wurden bereits 12 Orte in den europäischen Küstengewässern identifiziert, die geologische, biologische oder meereskundliche Besonderheiten aufweisen und sich deshalb als Standort für ein Meeresboden-Observatorium eignen. Besondere Forschungsschwerpunkte sind Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels, Seebeben und ihre Folgen sowie biogeochemische Prozesse und deren Einfluss auf das marine Ökosystem.
Innerhalb des ESONET - Netzwerks schließen sich derzeit europäische Forschergruppen zusammen, um konkretere Projekte, sogenannte „Demonstration Missions“, durchzuführen. Sind die Meeresboden-Observatorien erst einmal aufgebaut, so der Plan, sollen möglichst viele Forscher und Interessierte über das Internet jederzeit auf die Daten zugreifen können.
Kontakt:
C. Waldmann (MARUM), R. Peinert (KDM), A. Boetius (MPI Bremen), M. Diepenbroek (MARUM), M. Klages (AWI), O. Pfannkuche (IFM-GEOMAR), L. Thomsen (IUB), M. Visbeck (IFM-GEOMAR)

