Euro-Argo

Euro-Argo ist der europäische Beitrag zum internationalen Argo-Programm. Im Rahmen dieses Programms sind zurzeit über 3000 Floats in allen Weltmeeren im Einsatz.

Floats sind autonom operierende Bojen. Ähnlich wie Wetterballons messen sie über Monate und Jahre Temperatur und Salzgehalt des Meerwassers. Neun Tage lang treiben sie mit der Strömung und sinken dabei von der Meeresoberfläche bis auf eine Tiefe von 2000 Metern ab, während sie kontinuierlich Daten sammeln. Am zehnten Tag schließlich steigen die Floats wieder an die Oberfläche und übertragen ihre Informationen an einen Satelliten.

Ziel von Euro-Argo ist es, den europäischen Beitrag bis zum Jahre 2010 auf 800 Floats aufzustocken und diese Zahl konstant zu halten. Da jedes Gerät eine Lebensdauer von etwa vier Jahren hat, müssten die europäischen Partner pro Jahr 250 neue Bojen aussetzen. Damit würden sie einen wichtigen Beitrag zur Klima- und Umweltforschung leisten.

Der Beitrag der deutschen Partner konzentriert sich hauptsächlich auf ihre regionalen Forschungsbereiche: Das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel engagiert sich im tropischen Atlantik, das Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften in Hamburg arbeitet in subarktischen Gewässern, das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven ist für das Südpolarmeer und das Weddelmeer zuständig. Außerdem arbeiten die KDM-Partner an der Verbesserung der Float-Technologie: So entwickeln sie zum Beispiel neue Sensoren oder bringen den Floats bei, Eisdecken zu orten.

Animation des Float-Zyklus (Copyright: Argo)

Website des Euro-Argo-Projekts