POLARSTERN

Die POLARSTERN gilt als eines der leistungsfähigsten Forschungseisbrecher weltweit. Seit ihrer Jungfernfahrt 1982 hat sie zahlreiche Expeditionen in die Polarmeere unternommen. Dabei ist das Schiff etwa 320 Tage im Jahr auf See unterwegs.

Als doppelwandiger Eisbrecher ist sie bei Temperaturen bis zu -50° C einsetzbar. Dank 20.000 PS Motorenleistung kann das Schiff anderthalb Meter dicke Eisschollen mit einer Geschwindigkeit von 5 Knoten durchfahren – dickeres Eis muss durch Rammen gebrochen werden.

Gewöhnlich bereist die POLARSTERN im Südsommer, zwischen November und März, die Antarktis und verbringt den Nordsommer in arktischen Gewässern. Neben dem für solch lange Expeditionen nötigen Stauraum verfügt das Schiff über neun Labors für biologische, chemische, geologische, geophysikalische, glaziologische, ozeanographische und meteorologische Forschungsarbeiten, sowie über Kühlräume und Aquarien. Ein 15-Tonnen-Kran kann Forschungsgeräte aufs Eis oder ins Wasser hinab lassen.

Forschungsreisen sind das eine. Daneben hat die POLARSTERN die Aufgabe, die permanent besetzten deutschen Forschungsstationen in der Antarktis zu versorgen. Außerdem ist sie eine schwimmende Wetterstation: auf See werden täglich Wetterballons gestartet, die Luftdruck, Temperatur und Windgeschwindigkeit messen. Diese Daten verwenden Meteorologen in ihren Modellen zur Wettervorhersage. So dient die POLARSTERN der Wissenschaft auf vielfältige Weise.

Die Polarstern auf einen Blick

Baujahr: 1982
Eigner: Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das BMBF
Betreiber: Alfred-Wegener-Institut (AWI)
Heimathafen: Bremerhaven
Länge: 118 m
Breite: max. 25 m
Tiefgang: max. 11,2 m
Geschwindigkeit: 16 kn
Besatzung: 44 Personen
Wissenschaftler: 50 Personen

Mitglieder

Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Polar- und Meeresforschung sind zentrale Themen der Erdsystem- und globalen Umweltforschung. D...

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