Forschungsschiffe - SONNE

SONNE

Das Forschungsschiff SONNE wurde 1969 als wirtschaftlich genutzter Hecktrawler gebaut. Als in den Siebziger Jahren das Thema Rohstoffquellen im Meer ins Blickfeld der Politik rückte, beschloss die Bundesregierung, das Fischereifahrzeug aufzukaufen. 1977 und 1978 wurde das Schiff für die Rohstoffforschung umgebaut. Fortan konnten seismische Messungen durchgeführt und vom geräumigen Arbeitsdeck meeresgeologische Gerätschaften eingesetzt werden. 1991 wurde das Schiff verlängert und noch einmal grundlegend modernisiert, um für alle Disziplinen der Meeresforschung optimal einsetzbar zu sein.

Die Forschung auf der SONNE konzentriert sich auf Tiefsee-Erze und Gashydrate. Zudem liefert sie wichtige Daten zur optimalen Positionierung von Meeresboden-Seismometern, die als Teil des GITEWS Tsunami-Frühwarnsystems vor Indonesien werden sollen. Hierzu steht an Bord eine Reihe von Messgeräten zur Verfügung: Mit dem Fächerlot lassen sich Karten des Meeresbodens erstellen, die Mehrkanal-Seismik liefert Aufschluss über die Struktur der Erdkruste, ein TV-Schlitten sendet in Echtzeit Bilder vom Meeresboden.

Gesamtansicht SonneHaupteinsatzgebiet des Forschungsschiffs sind der Pazifik und der Indische Ozean. 25 Wissenschaftler finden an Bord Platz. Der Einsatz im Dienst der Wissenschaft seit 1977 fordert seinen Preis: Mit 38 Jahren ist die SONNE jetzt zu alt, um auch zukünftig den Anforderungen für moderne Forschung auf hoher See gerecht zu werden. Vorbereitungen für einen Ersatzbau sind bereits angelaufen.

Information zur SONNE beim PtJ

Information zur SONNE beim BGR

Die SONNE auf einen Blick:

Baujahr: 1969
Eigner: Partenreederei MS SONNE
Betreiber: RF Reedereigemeinschaft
Forschungsschifffahrt GmbH Bremen
Heimathafen: Bremen
Länge: 97,6 m
Breite: 14,2 m
Tiefgang: max. 6,8 m
Geschwindigkeit: max. 12,5 kn
Besatzung: 26 Personen
Wissenschaftler: 25 Personen


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