Thünen-Institut, Aquatische Ressourcen

Thünen

Die drei Fischereiforschungsinstitute des Thünen-Instituts betreiben angewandte Forschung zu den Auswirkungen von Fischerei, Aquakultur und anderen Formen der Meeresnutzung auf Fischbestände und aquatische Ökosysteme. Sie entwickeln Strategien für die nachhaltige Entwicklung aquatischer Produktionssysteme.

Thünen-Institute für Seefischerei, für Fischereiökologie und für Ostseefischerei (TI-Aquatische Ressourcen)

Ziel der Fischereiforschung im Thünen-Institut (Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei) ist es, die wissenschaftliche Basis für eine umweltverträgliche Fischerei zu schaffen und das Prinzip einer ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Bewirtschaftung der Meeresressourcen in nationalen und internationalen Gremien zu verankern. Weitere wichtige Ziele sind, die Nutzung der Fischbestände in Einklang mit dem allgemeinen Schutz der marinen Umwelt zu bringen und Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung der Aquakultur, dem weltweit am schnellsten wachsenden Sektor der Tierproduktion, zu schaffen.

Die Ergebnisse unserer Forschung münden in risikobasierte Bewirtschaftungsempfehlungen für die lebenden Meeresressourcen und in Bewertungen von Zustand und Funktion aquatischer Ökosysteme. Sie bilden eine wichtige Grundlage für regulatorische und umweltpolitische Maßnahmen im Rahmen europäischer und nationaler Meerespolitiken, wie z.B. der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP).

In Deutschland ist das Thünen-Institut zuständig für das Monitoring der lebenden Meeresressourcen und großer Teile der Meeresumwelt. Dazu untersuchen wir nicht nur die Fischbestände, sondern erfassen begleitend auch den physikalischen Zustand des Wasserkörpers. Als Indikatoren für die Umweltbelastung bestimmen wir die Häufigkeiten von Fischkrankheiten, Schadstoffgehalte und radioaktive Stoffe in Meeresumwelt und Fischen.

Wir kooperieren mit Universitäten und meereskundlichen Forschungseinrichtungen des In-und Auslandes und sind Teil des Netzwerkes der europäischen Fischereiforschungsinstitute (EFARO). Unsere Arbeiten sind eng eingebunden in internationale Gremien und Konventionen, wie den Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES), die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), die Meeresschutzabkommen von Oslo-Paris (OSPAR) und Helsinki (HELCOM), die Konvention zum Schutz der Antarktischen Meeresressourcen (CCMLAR) und national in das Bund-Länder-Messprogramm für die Meeresumwelt von Nord- und Ostsee (BLMP). Die Thünen-Fischereiforschung liefert damit essentielle Beiträge zu langfristigen wissenschaftlichen Bewertungen zum Zustand und den Veränderungen der lebenden Meeresressourcen und ihrer Ökosysteme in Ostsee, Nordsee, Nordatlantik und Teilen der Antarktis.

Der Thünen-Fischereiforschung stehen drei Forschungsschiffe, eine Aquakultur-Anlage sowie weitere umfangreiche Infrastruktur zur Verfügung.

 

 

Kontakt

Institut für Fischereiökologie
Palmaille 9
22767 Hamburg
Tel: 040 / 38905 290

Direktor: Dr. Reinhold Hanel

Öffentlichkeitsarbeit:
Dr. Michael Welling
Tel: 0531/5961002
E-Mail: pressestelle@thuenen.de
Web: www.thuenen.de

Bildungsangebote

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