2. AtlantOS Jahrestreffen in Kiel

Treffen des EU-Großforschungsprojekts zu Atlantik-Observatorien & OECD-Workshop

Mehr als 160 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Europa sowie aus Partnerländern in Nordamerika, Südamerika und Afrika haben sich vom 28.-30. Juni in Kiel zum zweiten Jahrestreffen des Großforschungsprojekts AtlantOS getroffen, an dem auch KDM mit einem Arbeitspaket beteiligt ist. Ziel des von der EU mit 21 Millionen Euro geförderten Vorhabens ist es, Ozean-Beobachtung im Atlantischen Ozean zu verbessern. Im Fokus des diesjährigen Treffens stand vor allem eine Bestandaufnahme der bisherigen Kenntnisse über den Atlantik und der Methoden zur Beobachtung biologischer, physikalischer und biogeochemischer Prozesse.

„Der Ozean ist ein hochkomplexes System, in dem alle Komponenten eng miteinander verzahnt sind. Deshalb können wir ihn nur in einer gemeinsamen Anstrengung vieler Länder und vieler wissenschaftlicher Disziplinen besser verstehen“, betont der Ozeanograph Prof. Dr. Martin Visbeck vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, der das Projekt koordiniert.

„AtlantOS ist nicht nur aus rein wissenschaftlicher Sicht interessant. Gerade der Schutz vor Naturkatastrophen, Auswirkungen des Klimawandels oder die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln sind politisch und wirtschaftlich relevante Themen“, betont Professor Visbeck. Deshalb trafen sich zu Beginn der Woche in einem gesonderten Workshop Meeresforscherinnen und Meeresforscher aus mehreren europäischen Ländern mit Experten der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-Operation and Development, OECD), um das wirtschaftliche Potential von verbesserten Ozeaninformationen zu diskutieren. Das AtlantOS-OECD treffen ist federführend von KDM in Kooperation mit Partnern aus den USA und Kanada konzipiert und organisiert worden.

Weitere Informationen auf der Projektseite: AtlantOS Project

Zur Pressemitteilung des GEOMAR: "Experten für den Atlantik treffen sich in Kiel"