UN Ozean-Konferenz in New York

Deutschland positioniert sich als international aktiver Partner

Die deutsche Bundesregierung und Meeresforschung haben sich auf der ersten Ozean-Konferenz der Vereinten Nationen gemeinsam für einen stärkeren Schutz und eine nachhaltige Nutzung der Meere eingesetzt. Verschiedene Ressorts und Wissenschaftsvertreter präsentierten dabei Deutschland als sichtbaren und in den internationalen Bemühungen aktiven Partner.

Vom 5.-9. Juni fand in New York die erste Ozean-Konferenz der Vereinten Nationen über den Zustand der Weltmeere statt. Ziel der Konferenz war es, die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Besonderer Fokus lag dabei auf Sustainable Development Goal 14, das die internationale Staatengemeinschaft zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Ozeane, Meere und Meeresressourcen aufruft. Als eines von sieben Kernthematiken wurde dabei beraten, wie in Zukunft die internationale Meeresforschung gestärkt und Kapazitätsaufbau und mariner Technologietransfer gefördert werden könnte.

Die deutsche Meeresforschung beteiligte sich aktiv an der Konferenz. Neben zahlreichen, von deutschen Instituten mitausgerichteten Side-Events, waren viel deutsche Wissenschaftler*innen als Sprecherinnen und Sprecher eingeladen. Das Konsortium Deutsche Meeresforschung hat eine Ausstellung im Ozean Pavillon der deutschen Ständigen Vertretung bei den Vereinten Nationen zum Beitrag der deutschen Meeresforschung zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele ausgerichtet. Mit den mehr als 20 Veranstaltungen in der Vertretung wurde die Ausstellung über die Woche hinweg von mehreren tausend Besuchern besichtigt.

Auf der von Fidschi und Schweden ausgerichteten Konferenz verkündeten die Länder der Welt ihre nationalen und internationalen Beiträge zur Umsetzung von SDG 14. Die Bundesregierung unterstützten dabei den internationalen Call for Action „Our Ocean, Our Future“, der die Staatengemeinschaft zu stärkeren Bemühungen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Meere aufruft.

Das BMBF kündigte an, über 4 Milliarden Euro über das nächste Jahrzehnt in die Meeresforschung zu investieren. Die Erneuerung der Forschungsflotte und das neue Forschungsprogramm MARE:N bilden die beiden Hauptpfeiler der Investition. Auch andere Ressorts stellten Ihre Zukunftspläne vor. Das Bundesumweltministerium, vertreten von Ministerin Barbara Hendricks, setzte sich insbesondere für stärkere regionale Ocean Governance ein, über OSPAR und HELCOM aber auch im Rahmen von G7 und G20, und beteiligt sich über verschiedene internationale Initiativen aktiv am Meeresschutz. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung rief im Rahmen der Konferenz u.a. den „Blue Action Fund“ zur Konservierung der Meere in Entwicklungsländern ins Leben.