Ausschreibung: "Briese-Preis für Meeresforschung" - Bewerbung bis 31.10.21!

Die Reederei Briese Schiffahrts GmbH & Co. KG (Leer) vergibt seit 2010, zusammen mit dem Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), den „BRIESE-Preis für Meeresforschung“

Mit dem Preis, der jährlich vergeben wird, sollen herausragende Promotionen der Meeresforschung prämiert werden, deren Ergebnisse in besonders engem Zusammenhang mit dem Einsatz von Forschungsschiffen und der Verwendung und Entwicklung von Technik und/oder der Datenerhebung auf See stehen. Ein vorrangiges Kriterium bei der Vergabe ist die Tragweite der im Rahmen der Arbeit gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnis. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 5.000 € verbunden.

Bewerben können sich Forscher und Forscherinnen, deren Promotion nicht länger als 2 Jahre zurückliegt, an einer deutschen Hochschule absolviert und als „sehr gut“ oder „mit Auszeichnung“ bewertet wurde. Aufgerufen sind alle Disziplinen der Meeresforschung einschließlich der Meerestechnik und Klimaforschung. Bewerbungen erfolgen direkt durch den Bewerber / die Bewerberin.

 
Bewerbungsfrist für den Briese-Förderpreis 2021 ist der 31. Oktober 2021.

 

Bewerbungen sind zu richten an das IOW:

Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde
Direktorat
Kennwort: Briese-Preis
Seestraße 15
18119 Rostock-Warnemünde
E-Mail: ute.fensky@io-warnemuende.de

Weitere Informationen finden Sie unter:

"Die Vermessung der Atlantikzirkulation" - Neue Publikation von KDM und DKK

Broschüre erläutert die Bedeutung der Langzeitmessung im Atlantik im Vorfeld des IPCC-Berichts | AG I zu naturwissenschaftlichen Grundlagen

Rekordfluten in Mitteleuropa - Rekordtemperaturen in Nordamerika - eine frühstartende Sturmsaison im Atlantikraum: Dieser Sommer hat bereits erhebliche Wetterextreme hervorgebracht. Es ist so gut wie sicher, dass die zunehmenden Extremwetterereignisse eine Folge des Klimawandels sind. Bei weiter steigenden Treibhausgas-Emissionen werden sich die Meeresströmungen im Atlantik voraussichtlich abschwächen, und das wird ebenfalls die regionale Erwärmung und Erhöhung des Meeresspiegels, die Niederschläge und auch die Landwirtschaft und Fischerei vor allem in West- und Nordeuropa beeinflussen.

Doch selbst die neuesten Klimasimulationen zeigen eine große Schwankungsbreite in der Abnahme der Atlantikzirkulation und deren Klimafolgen. Im Vorfeld zur Veröffentlichung des neuen Berichts des Weltklimarats IPCC zu den wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels am 9. August 2021 geben KDM und das Deutsche Klima-Konsortium auf 36 Seiten dieser Broschüre einen verständlichen Überblick über die Vermessung der Atlantikzirkulation. Sie zeigt, wie wichtig diese Langzeitmessungen für das Verständnis der Klimarolle des Ozeans sind. Die Messergebnisse setzen darüber hinaus den Standard zur Überprüfung und Verbesserung der Klimamodelle und damit auch der Prognosen für das 21. Jahrhundert. 

Dazu erläutert Professorin Monika Rhein von der Universität Bremen: „Um herauszufinden, wie realitätsnah die Abnahme der Meeresströmungen in den Klimamodellen ist, benötigen wir Langfristdaten dieser Strömungen über mehrere Jahrzehnte hinweg. Diese notwendigen Messungen müssen durchgeführt und gesichert werden.“

Die führenden deutschen Meeresforschungsinstitute betreiben Messstationen im tiefen Ozean, die die Strömungen von der Arktis bis in den Südatlantik messen. In der Publikation werden die Methoden anschaulich beschrieben und es wird erläutert, wie die Beobachtungen mit den Modellen verknüpft werden. Die Beobachtungen der Atlantikzirkulation fließen in die IPCC-Berichte ein, um Fakten für eine globale und wissensbasierte Politik zum Schutz der Ozeane und Atmosphäre bereitzustellen.

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Die Publikation können Sie hier herunterladen: Die Vermessung der Atlantikzirkulation

 

Der Bericht der IPCC Arbeitsgruppe I - Naturwissenschaftliche Grundlagen, der am 09.08.21 um 10 Uhr veröffentlicht werden soll, ist Teil des kommenden 6. IPCC Sachstandsberichts und fasst den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels zusammen. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Deutschen IPCC-Koordinierungsstelle: https://www.de-ipcc.de/350.php und des Deutschen Klima-Konsortiums: https://www.deutsches-klima-konsortium.de/de/klimafruehstueck-ar6wg1.html 

 

Stellenausschreibung: Wissenschaftlichen Angestellten (*gn) im Bereich Öffentlichkeitsarbeit

Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)

Am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) ist in der Stabsabteilung Wissenschaftsmanagement im BMBF-Projekt RETAKE (CO2-Entnahme durch Alkalinitäts-erhöhung: Potenzial, Nutzen und Risiken) vorbehaltlich der Projektbewilligung zum 1. September 2021 die befristete Teilzeitstelle (Stellenanteil 30 Wochenstunden) eines/einer 

Wissenschaftlichen Angestellten (*gn) im Bereich Öffentlichkeitsarbeit 

für einen Zeitraum von drei Jahren zu besetzen. Die Vergütung richtet sich nach dem TV-L EG 13. 


Zur Stellenausschreibung: https://www.io-warnemuende.de/stellenstipendienpreise.html

 

Virtual Early Career Ocean Professional Day (V.ECOP Day) | 1.Juni 2021

Register to attend! | Jetzt registrieren!

V.ECOP Day is a 24-hour livestream event following the sun around the globe. Hosted by and for international Early Career Ocean Professionals from a wide variety of disciplines, these future leaders and experts will present their work, activities, and contributions to the UN Ocean Decade and explore what's next in this dynamic field.


V.ECOP Day will feature:

  • Presenters from around the world covering a broad range of interesting topics via engaging formats (fireside chats, scientific presentations, dancing, live Q&As, poetry, and much more!)
  • Ocean cinema featuring a captivating assortment of short and feature-length ocean and science videos and films
  • Social and professional networking via themed chatrooms
  • Exhibition hall hosting a number of organizations and projects
  • Social media engagement and live wall feed – follow us on Twitter and Instagram @ #ECOPDay21
  • Digital “swag bags” to keep after the event
  • Translation services (English to French/Spanish, limited to certain time zones)
  • Live technical support
  • Fun virtual format

Whether early career, experienced, or considering joining the community, we cordially invite you to join us for this exciting virtual event. Bookmark this page and come back frequently for updates on our dynamic sessions.
Be sure to follow us on Twitter & Instagram and share our invitation with your friends and colleagues. 


Final programm will be published here soon - stay tuned!


This official UN Ocean Decade Activity is organized by the German Marine Research Consortium together with the  ECOP program  and with the support of Fisheries and Oceans Canada and the EU Framework Program Research and Innovation.


 

Der V.ECOP-Day ist ein 24-Stunden-Livestream Event, das der Sonne rund um den Globus folgt.

Dieses Event wird von und für zukünftige junge internationale Ozean-Nachwuchskräfte  aus einer Vielzahl von Disziplinen organisiert & veranstaltet. Sie stellen ihre Arbeiten, Aktivitäten und Beiträge zur UN-Ozeandekade vor und diskutieren die zukünftigen Schritte in diesem dynamischen Umfeld.

 

Der V:ECOP Day umfasst:

  • Moderatoren aus der ganzen Welt zeigen ein breites Spektrum interessanter Themen in ansprechenden Formaten (Kamingespräche, wissenschaftliche Präsentationen, Tanz, Live-Fragen und Antworten, Gedichte und vieles mehr!).
  • Ozeankino mit einer faszinierenden Auswahl an kurzen und abendfüllenden Ozean- und Wissenschaftsvideos und -filmen
  • Persönliche und professionelle Vernetzung über thematische Chatrooms
  • Ausstellungshalle für eine Reihe von Organisationen und Projekten
  • Social Media Engagement und Live Wall Feed - folgen Sie uns auf Twitter und Instagram @ #ECOPDay21
  • Digitale „Messetaschen"
  • Übersetzung der Inhalte (Englisch nach Französisch / Spanisch, begrenzt auf bestimmte Zeitzonen)
  • Technischer Live-Support
  • Unterhaltsames virtuelles Format


Unabhängig davon, ob Sie ein Nachwuchswissenschaftler oder Experte auf Ihrem Gebiet sind oder in Betracht ziehen, diesem Netzwerk beizutreten - wir laden Sie herzlich dazu ein, an dieser einmaligen virtuellen Veranstaltung teilzunehmen.

Setzen Sie sich für diese Seite ein Lesezeichen für regelmäßige Updates und leiten Sie den Aufruf gerne an Freunde, Kollegen und Ihre Netzwerke weiter und folgen Sie uns auf Twitter und Instagram !

 

Das finale Programm wird demnächst hier veröffentlicht.

 

Dies ist eine offizielle Aktivität der UN-Ozeandekade und wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung zusammen mit dem ECOP-Programm und mit Unterstützung von Fisheries and Oceans Canada sowie dem EU-Rahmenprogramm Forschung und Innovation organisiert.

 

Marine Mineralische Rohstoffe

„MiningImpact“ untersucht im Pazifik die Umweltauswirkungen des ersten Tests eines Kollektor-Prototypen zur Aufnahme von Manganknollen in der Tiefsee

Im Rahmen des europäischen JPI Oceans-Forschungsprojektes „MiningImpact“ untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler europäischer Forschungseinrichtungen die Umweltauswirkungen eines Gerätetests im Manganknollengürtel zwischen Hawaii und Mexiko im Pazifik. Das belgische Unternehmen Global Sea Mineral Resources (GSR) erprobt dort mit einem Kollektorprototyp im Maßstab 1:4 die hydraulische Aufnahme der metallhaltigen Knollen vom Meeresboden.Für den Einsatz wird das 12 x 4 x 5 Meter große Gerät von einem Schiff in 4.500 Meter Wassertiefe herabgelassen.

Die Testarbeiten finden bis Mitte Mai zunächst im belgischen und später im deutschen Manganknollen-Lizenzgebiet statt. Im Fokus des Monitorings der von der BGR geleiteten Forschungsexpedition mit dem norwegischen Schiff "ISLAND PRIDE" stehen unabhängige wissenschaftliche Untersuchungen zu den Umweltauswirkungen dieses Gerätetests im subindustriellen Maßstab. Untersucht werden nicht nur die direkten Auswirkungen, die das Kollektor-Fahrzeug bei der Aufnahme der Manganknollen verursacht, sondern auch die Auswirkungen der dabei entstehenden Sedimentwolke. Zusätzlich werden weitere grundlegende Erkenntnisse über die Tiefsee-Ökosysteme gewonnen.

Im Zusammenhang mit dem Test werden zudem erstmals belastbare Daten für die Entwicklung von Umweltstandards und Regelwerken bei der Internationalen Meeresbodenbehörde erhoben, z.B. für die Festlegung von Grenzwerten für die Einleitung von Sedimentpartikeln.

Die BGR wird ab Mitte April in einem Blog auf ihrer Website regelmäßig über den Fortgang der wissenschaftlichen Untersuchungen des Tests berichten.

 

Weiterführende Informationen

Link zur gemeinsamen Pressemitteilung von GEOMAR/MiningImpact

Link zum JPI Oceans Projekt MiningImpact

Link zur Pressemitteilung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

Link zur KDM Strategiegruppe Marine Mineralische Ressourcen

Helmholtz-Zentrum Geesthacht wird zu Helmholtz-Zentrum Hereon

KDM-Mitglied mit neuem Namen und neuem Logo

Mit einer aktuellen Mission, neuem Namen und neuem Logo ist das ehemalige Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Zentrum für Material- und Küstenforschung seit 31.03.2021 das Helmholtz-Zentrum Hereon

„Die Beschreibung ‚Material- und Küstenforschung‘ in unserem alten Namen umfasste nicht mehr sämtliche unserer Forschungsbereiche“, erläutert Prof. Matthias Rehahn, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Hereon, einen Grund für die Umbenennung des Forschungszentrums. „Ein weiteres aktuelles und gesellschaftlich relevantes Thema für uns ist der Klimawandel“, so Rehahn weiter. Die Forschung am Hereon widmet sich unter anderem der Fragestellung, wie der Wandel sich auf die weltweiten Küsten auswirkt und beschäftigt sich mit Lösungen, um die Energiewirtschaft und die Mobilität klimafreundlicher zu gestalten.

Der Name Hereon setzt sich aus den Begriffen „Helmholtz“, „Resilienz“ und „Innovation“ zusammen und leitet sich aus Kernbotschaften der aktuellen Mission ab. Das Logo des Hereons besteht aus einem symbolischen Dreiklang, der stellvertretend für die Themenfelder „Klima“ (blau), „Küste“ (grün) und „Technologie“ (rot) steht. Ineinander verschränkt drückt die Symbolik die interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Themenfelder aus.

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Weitere Informationen und zur vollständigen Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrums Hereon: Pressemitteilung 

Ocean Technology Campus Rostock als Zukunftscluster ausgezeichnet

"Meeres-Cluster" gewinnt „Clusters4Future“-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Ocean Technology Campus Rostock wird als Zukunftscluster ausgezeichnet 

Das Zukunftscluster Ocean Technology Campus (OTC) Rostock gewinnt im bundesweiten Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Clusters4Future“. Damit wird die Entwicklung Rostocks zu einem Spitzenstandort der Unterwassertechnologie in den nächsten drei Jahren mit knapp 15 Mio. Euro aus der Zukunftscluster-Initiative gefördert. Das OTC ist nun eins von sieben neuen regionalen Innovationsnetzwerken, die sich Zukunftscluster nennen dürfen. Das gab die Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek am 3. Februar 2021 bekannt. 

Unter der Koordination der Universität Rostock konnte das Konsortium aus Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde, Forschungsverbund MV und Rostock Business sowie 13 weiteren regionalen Unternehmen und Start-ups die Jury mit der Qualität seines innovativen Ansatzes überzeugen. „Wir freuen uns sehr über diesen schönen Erfolg, den unser starkes Netzwerk im engen Miteinander von Forschung und Industrie heute mit dieser Auszeichnung feiern kann“, sagt Professor Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock. „Es zahlt sich wieder aus, dass wir bereits vor zehn Jahren mit der Gründung der Interdisziplinären Fakultät die disziplinen-übergreifende Arbeit gefördert haben. Der Zukunftscluster bietet uns nun die herausragende Chance zu einem führenden Standort in der Unterwassertechnologie zu wachsen“, unterstreicht Professor Udo Kragl, Prorektor für Forschung und Wissenstransfer der Universität Rostock.

Technologie-Entwicklungen für die nachhaltige Nutzung der Meere werden im OTC-Zukunftscluster in den Aufbau eines innovativ arbeitenden Clusters aus Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft integriert. Der im Rostocker Fischereihafen verortete Ocean Technology Campus  bietet dafür die ganz reale Plattform zur Vernetzung. In seinen Innovationsfeldern Subsea Mobility & Autonomy, Digital Mission, Ocean Lense, Sustainable Ocean Use und Ocean Open Innovation wird der Cluster in den nächsten drei Jahren an konkreten Forschungs- und Entwicklungs-Projekten arbeiten. Einige decken die gesamte Wertschöpfungskette bis in die Produktentwicklung ab. Dies gelingt durch begleitende innovationsfördernde Projekte, die die Dynamik und Entwicklung aus den Forschungsinstitutionen auf die Unternehmen der Meerestechnik ausdehnen. Es wird somit ein einzigartiges Forschungs-, Wirtschafts- und Ausbildungscluster auf dem Gebiet der Unterwasser-Technik entstehen, das kreative Potenziale bündelt und innovationsfördernde Strukturen schafft. Das OTC soll so in den nächsten Jahren zu einem international anerkannten Zentrum innovativer maritimer Technologien und Anwendungen werden und deutlich machen, dass Ökologie und Ökonomie nicht im Widerspruch zueinanderstehen müssen.

Weiterführende Informationen zum Cluster:
https://www.inf.uni-rostock.de/mts/otc-rostock 

Informationen zum BMBF-Wettbewerb »Clusters4Future«:
https://www.clusters4future.de/zukunftscluster-initiative 

 

Forschungsschiff SONNE untersucht Wege des Plastikmülls

Ausfahrt im Rahmen des JPIOceans Projekt HOTMIC

Dass jedes Jahr Millionen Tonnen Plastikmüll in den Ozean und seine Randmeere gelangen, ist bekannt. Wo der Müll dort bleibt, dagegen nicht. Eine Expedition des deutschen Forschungsschiffs SONNE soll jetzt dazu beitragen, mehr über den Weg und die Auswirkungen des Plastiks im Meer zu erfahren. Das Team an Bord berichtet im Blog des JPI-Oceans-Forschungsprojekts HOTMIC von seinen Arbeiten – und von ungewöhnlichen Festtagen auf See. 

Der Wissenschaftler Dr. Aaron Beck vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel leitet die Expedition mit dem deutschen Forschungsschiff SONNE, die in den kommenden viereinhalb Wochen Daten und Proben im zentralen Atlantik sammeln wird, von denen sich das interdisziplinäre Team an Bord neue Erkenntnisse über den Verbleib des Plastiks im Ozean und seine Auswirkungen dort verspricht. Die Ergebnisse der Expedition fließen unter anderem in das Projekt HOTMIC (HOrizontal and vertical oceanic distribution, Transport, and impact of MICroplastics) ein, das im Rahmen der europäischen Programminitiative „Gesunde und Produktive Meere und Ozeane“ (JPI Oceans) gefördert wird. Die Expedition folgt einer ersten wissenschaftlichen Ausfahrt mit dem Forschungsschiff POSEIDON im Sommer 2019, während der der westliche Teil des atlantischen Müll-Wirbels beprobt wurde. Eine zweite HOTMIC-Expedition im März 2020 mit dem Forschungsschiff ALKOR untersuchte die Plastikbelastung entlang der europäischen Westküste vom Mittelmeer bis in die Nordsee. Zusätzlich liefert die aktuelle Expedition auch Daten und Proben für das vom Bundesforschungsministerium geförderte Projekt PLASTISEA (Harvesting the marine Plastisphere for novel cleaning concepts), das sich mit potenziellen mikrobiologischen Abbauprozessen von Kunststoffen im Meer beschäftigt. 

KDM unterstützt diese Ausfahrt über das vom BMBF geförderte Projekt FFWMeere, im Rahmen dessen die Kolleginnen Dr. Isabelle Schulz und Sandra Ketelhake ihre Arbeitszeit zwischen KDM und JPI Oceans teilen. Dr. Isabelle Schulz ist an Bord der FS Sonne und wird sowohl wissenschaftlich als auch an der Schnittstelle Wissenschaft - Gesellschaft - Politik das Projekt aktiv unterstützen. 

Wir wünschen allen an Bord allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter ihrem Kiel sowie gesunde, produktive und frohe Festtage!

Zukunftsforum Ozean gegründet

Visionen für die Deutsche Meeresforschung

Pressmitteilung vom 30.11.2020 zur Gründung des Zukunftsforums Ozean

Herausforderungen, denen sich die Menschheit im Zuge des Klimawandels, Artensterbens und steigender Ressourcennutzung stellen muss, sind immens. Um sie zu bewältigen, müssen globale wissenschaftliche und politische Kooperationen mobilisiert werden. Das von der Meeresforschung erarbeitete Wissen trägt maßgeblich zum Verständnis des Ozeans bei. Nur mit diesem Wissen ist auch eine nachhaltige Nutzung möglich. Für die Zukunft des Ozeans wird die deutsche Meeresforschung einen wichtigen Beitrag leisten müssen. Sie übernimmt damit eine große Verantwortung.

Um diese Herausforderungen strategisch und visionär anzugehen, ist das Zukunftsforum Ozean als unabhängiges und wissenschaftsgetriebenes Gremium etabliert worden. Das Forum soll übergreifende wissenschaftliche und forschungsstrategische Themen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz im Bereich Ozean und Küstenmeer als „Think Tank“ diskutieren und vorausschauend (weiter)entwickeln. Es soll dabei die Strategiefähigkeit der Meeresforschungsgemeinschaft in Deutschland stärken und sie in europäischen und internationalen Bemühungen zur nachhaltigen Nutzung des Ozeans positionieren.

Die in das Forum berufenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind von den über zwanzig Meeresforschungseinrichtungen nominiert und von einem Auswahlgremium bestätigt worden. Sie vertreten sowohl wissenschaftlich als auch persönlich die herausragende Expertise und große Vielfalt der deutschen Meeresforschung.

„Zu Beginn der UN-Ozeandekade in 2021 haben wir ein Forum geschaffen, dass sich zu den wichtigsten Zukunftsfragen von Wissenschaft und Ozean positionieren kann“ sagt Prof. Dr. Ulrich Bathmann, Vorstandsvorsitzender des Konsortiums Deutsche Meeresforschung (KDM) und Direktor des Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde.

Die entwickelten Perspektiven und Positionen werden dem KDM vorgestellt und aktiv in die Priorisierung und Ausgestaltung von strategisch wichtigen Prozessen eingebracht. Zudem soll die ausschließlich wissenschaftsgetriebene Arbeit des ZFO es erleichtern, die Perspektiven einer umfassenden Meeresforschung mit der Deutschen Allianz Meeresforschung, mit nationalen Entscheidungsträgern, der Europäischen Union sowie der Öffentlichkeit sichtbar zu kommunizieren.


Kontakt und weitere Informationen

Dr. Daniela Henkel
Wissenschaftliche Koordinatorin Zukunftsforum Ozean 

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Fischerei-Modellierung: Online-Event am 03.12.20

Virtuelles Briefing mit Mitgliedern des Europaparlaments

Im Auftrag der EU H2020-Projekte Blue-Action, TriAtlas und MissionAtlantic organisiert KDM in Kooperation mit der interfraktionellen Arbeitsgruppe 'Climate Change, Biodiversity and Sustainable Development' (CCBSD) des EU-Parlaments ein wissenschaftliches Briefing zum Thema ‚Vorhersage von Fischartenverteilungen und Fischartenhäufigkeiten im Atlantischen Ozean: Die Herausforderung des Gleichgewichts zwischen Ausbeutung und Nachhaltigkeit’ (Veranstaltungssprache: Englisch).

Als ausrichtender europäischer Parlamentsabgeordneter ist Pierre Karleskind, Vorsitzender des EU-Parlamentarischen Fischereiausschusses, bestätigt. Weitere Informationen sowie einen Registierungslink finden Sie hier:

Online event: Forecasting fish distribution and abundance in the Atlantic Ocean

KDM ist Partner im Blue-Action Projekt, das vom Dänischen Meteorologischen Institut und dem Max-Planck-Institut für Meteorologie ko-koordiniert wird.