28.04.2026

Die deutsche Meeresforschung in Zahlen

Eine bibliometrische Analyse der Jahre 2012 bis 2022

Deutschland auf Platz zwei in der europäischen Meeresforschung – neuer Bericht kartiert deutsche Meereswissenschaften

Das Zukunftsforum Ozean (ZFO), unterstützt vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) und der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM), hat erstmals eine umfassende bibliometrische Analyse der deutschen Meeresforschung für die Jahre 2012 bis 2022 vorgelegt.

Mit über 79.000 Publikationen belegt Deutschland den zweiten Platz in Europa – hinter dem Vereinigten Königreich. Die deutschen Veröffentlichungen wurden mit einem überdurchschnittlichen Zitationsindex (ARC = 1,38) bewertet, was auf einen hohen internationalen Einfluss hindeutet. Schwerpunkte lagen auf den Themenfeldern Ozean & Klima, marine Ökosysteme sowie Blue Growth.

68 Prozent der deutschen Publikationen entstanden in internationaler Zusammenarbeit. Die engsten Kooperationen bestehen mit Österreich, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich; global sind die USA und Japan die wichtigsten Partner.

Handlungsbedarf besteht beim Thema Gleichstellung: Nur 28,4 Prozent der Erstautorschaften und 16,5 Prozent der Letztautorschaften entfielen auf Frauen – einer der niedrigsten Werte in Europa.

Die Analyse basiert auf Daten der Scopus-Datenbank, erhoben von Science-Metrix (Elsevier). Die Autor:innen verstehen den Bericht als Ausgangspunkt für weitere Forschung und Strategieentwicklung.