Küstenforschung

In einer sich permanent wandelnden Welt unterliegen die Küstenmeere, in denen sowohl atmo­sphä­rische und marine als auch terrestrische Einflüsse wirksam werden, einer besonders starken Ver­änderlichkeit.

Küstenmeere verbinden nicht nur Land und Ozeane sondern sind als viel­schich­tige Übergangszonen globale Bestandteile des Erdsystems mit diversen Lebens­räumen und reich­haltigen Ressourcen. Aus diesem Grund wählen die Menschen seit Jahrtausenden Küsten­räume trotz ihrer Risiken als bevorzugtes Siedlungsgebiet und nutzen von hier aus die großen Chancen, die Meere den Menschen bieten.

Es gilt als gesichert, dass das Ausmaß dieser Nutzung beträchtlich zunehmen und sich so der Druck auf die marine Umwelt auch auf Grund neu hinzukommender Nutzungsformen weiter er­höhen wird. Gleichzeitig scheint der anthropogen beeinflusste Klimawandel sich stärker, mit vielfältigen Folgen und großen Risiken in Küstenräumen und Flachmeeren zu manifestieren.

Die Küstenmeerforschung strebt daher zunehmend neben dem reinen Erkenntnisgewinn an, Daten und Informationen zu generieren und bereit zu stellen, die ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis des Wandels in den Küstenmeeren schaffen und realistische Abschätzungen von Entwicklungs­möglichkeiten und Gefährdungspotenzialen menschlicher Aktivitäten ermöglichen.


Die KDM Strategiegruppe „Küste“

  • skizziert die Entwicklungstendenzen an deutschen Küsten
  • vernetzt bestehender und geplanter Forschungsaktivitäten in diesem Bereich
  • und formuliert den zukünftigen Forschungsbedarf.

Zentren der deutschen Küstenmeerforschung sind:

Sprecher:
Prof. Dr. Ulrich Bathmann, Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)
Kontakt:
Dr. Nicole Schmidt, Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)

 


Plattform Deutsche Küstenforschung

Die Plattform „Deutsche Küstenforschung“ wird gemeinsam gebildet aus der KDM Strategiegruppe „Küste“ und Vertretern der Zuwendungsgeber.

Im  FONA-Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) widmet sich ein besonderer Förderzweig den Küstenmeeren. Seit 2013 werden hier fünf Projekte gefördert, die die deutschen Küstenmeere Nordsee und Ostsee im Fokus haben. Sie sollen die wissenschaftlichen Grundlagen für eine zukunftsfähige Nutzung der natürlichen Ressourcen in diesen Meere schaffen. Allen Projekten ist gemein, dass in ihnen zur Umsetzung nationaler und europäischer Meerespolitik ein so genannter "Ecosystem Approach to Management" verfolgt wird.

Um ihre Aktivitäten zu bündeln, haben sich die Projektverantwortlichen unter einem Dach zusammengeschlossen. Ein Lenkungsausschuss definiert relevante Schnittmengen und koordiniert das gemeinsame Vorgehen.

Weitere Informationen:
www.deutsche-kuestenforschung.de

Altonaer Erklärung

Über 40 Forschungseinrichtungen haben sich über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg gemeinsam mit Nutzer- und Anspruchsgruppen über zukünftige Forschungsbedarfe und Forschungsstrukturen verständigt. Mit den im Laufe des Agendaprozesses prioritär identifizierten Aktionsfeldern „Klimawandel“, „Biodiversität“, „Stoff- und Energieflüsse“, „Nachhaltige Ressourcennutzung“, „Umgang mit Risiken und Naturgefahren“ greift die „Altonaer Erklärung“ zentrale Zukunftsthemen in der Küstenforschung auf.

Zur "Altonaer Erklärung"

 


Aktivitäten der Strategiegruppe Küste

Euromarine Foresight Symposium
„Future Coast – Europe"
5th - 7th October 2015
Berlin, Germany

 


Vergangene Veranstaltungen der Strategiegruppe Küste

KDM Symposium "Küste 2025" (April 2015)

Das Symposium „Küste 2025“ unterstützte den Agendaprozess des BMBF Rahmenprogramms Forschung für Nachhaltigkeit (FONA). Im Dialog mit Zuwendungs­gebern sowie Nutzer- und Anspruchsgruppen wurden die Erforder­nisse für exzellente und zukunfts­orientierte Wissenschaft in der Küstenforschung in Deutschland für die nächsten Jahre identifiziert.

Zu den Vorträgen