Vielfalt der Ökosysteme

Marine Biodiversitätsforschung

Hintergrund

Die Biodiversitätsforschung ist eines der dynamischsten Forschungsfelder der Umweltwissenschaften im Allgemeinen, und der Meeresforschung im Besonderen. Die marine Biodiversität bestimmt alle biologischen Prozesse in marinen Ökosystemen und somit auch die von Menschen genutzten Ökosystem-Dienstleistungen („ecosystem goods and services“). Dazu gehören Nahrung und Rohstoffe („goods“), aber auch „services“ wie die Produktion von Sauerstoff, Aufnahme von Kohlendioxid und Schadstoffen, oder die Etablierung attraktiver Räume für Erholung und Tourismus. Wenn sich die Biodiversität verändert, verändern sich biologische Prozesse und die daran gebundenen Ökosystem-Dienstleistungen, d.h. es ergeben sich ökologische und ökonomische Konsequenzen. Die derzeitige rapide Veränderung der Biodiversität übertrifft alle bekannten Aussterbeereignisse der Erdgeschichte und umfasst sowohl die Einwanderung neuer Arten („Bioinvasion“) als auch lokale Biodiversitätsverluste, u.a. durch Habitat-Fragmentierung, Übernutzung, Klimaveränderung, Stickstoffeintrag. Diese nehmen weiter an Intensität zu, so dass das „Millenium-Ziel“ der Biodiversitäts-Konvention (Convention on Biological Diversity, CBD), den negativen Trend bis 2010 abzubremsen, verfehlt wurde. Die Etablierung der Intergovernemental Platform for Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES, Sitz in Bonn) trägt der Sorge um die Zukunft der globalen Biodiversität Rechnung.

Die Biodiversitätsforschung ist eines der dynamischsten Forschungsfelder der Umweltwissenschaften im Allgemeinen, und der Meeresforschung im Besonderen. Die marine Biodiversität bestimmt alle biologischen Prozesse in marinen Ökosystemen und somit auch die von Menschen genutzten Ökosystem-Dienstleistungen („ecosystem goods and services“). Dazu gehören Nahrung und Rohstoffe („goods“), aber auch „services“ wie die Produktion von Sauerstoff, Aufnahme von Kohlendioxid und Schadstoffen, oder die Etablierung attraktiver Räume für Erholung und Tourismus. Wenn sich die Biodiversität verändert, verändern sich biologische Prozesse und die daran gebundenen Ökosystem-Dienstleistungen, d.h. es ergeben sich ökologische und ökonomische Konsequenzen. Die derzeitige rapide Veränderung der Biodiversität übertrifft alle bekannten Aussterbeereignisse der Erdgeschichte und umfasst sowohl die Einwanderung neuer Arten („Bioinvasion“) als auch lokale Biodiversitätsverluste, u.a. durch Habitat-Fragmentierung, Übernutzung, Klimaveränderung, Stickstoffeintrag. Diese nehmen weiter an Intensität zu, so dass das „Millenium-Ziel“ der Biodiversitäts-Konvention (Convention on Biological Diversity, CBD), den negativen Trend bis 2010 abzubremsen, verfehlt wurde. Die Etablierung der Intergovernemental Platform for Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES, Sitz in Bonn) trägt der Sorge um die Zukunft der globalen Biodiversität Rechnung.

Gleichzeitig hat sich auch der Fokus der Biodiversitätsforschung selbst verschoben hin zu Forschung an „funktioneller“ Biodiversität, also der Relation zwischen der Vielfalt der Lebensformen und ihrer Rolle in Ökosystemen.

Die zentrale Fragen der marinen Biodiversitätsforschung

  • Welche Biodiversität auf der Ebene von Genen, Arten, Interaktionen und Habitaten befinden sich auf der Erde?
  • Welche Mechanismen führen zu den Mustern der Biodiversität, die wir beobachten?
  • Welche Veränderungen der Biodiversität erwarten wir in Zeiten des globalen Wandels?
  • Welche Konsequenzen haben die Veränderungen der Biodiversität auf Ökosystemfunktionen?
  • Welche Bedeutung haben diese Konsequenzen veränderter Biodiversität für den Menschen?

Marine Aspekte der funktionellen Biodiversität sind in Hinblick auf zunehmende menschliche Nutzung des Meeres im Bereich Nahrung und Rohstoffe sowie der zentralen Rolle des Ozeans im globalen Klimageschehen von größter Bedeutung. Die Strukturanalyse der Deutschen Meeresforschung hat 2013 dem Thema funktionelle Biodiversität eine herausragende Bedeutung bescheinigt und fordert koordinierte interdisziplinäre Forschung ein.

Gründung einer Strategiegruppe

Um die deutsche marine Biodiversitätsforschung strategisch aufzustellen und international zu vernetzen, hat das Konsortium Deutsche Meeresforschung die Einrichtung einer Strategiegruppe zu diesem Thema beschlossen. Die Strategiegruppe Biodiversität wurde am 3.3.2014 konstituiert, und Prof. Dr. Helmut Hillebrand, Institut für Chemie und Biologie des Meeres, Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg übernahm den Vorsitz. PD Dr. Reinhold Hanel, Leiter des Thünen-Instituts für Fischereiökologie, wurde zum Stellvertreter gewählt.

Weitere Informationen zur Forschung und Marine Biodiversität

MITGLIEDER

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